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What the Film: Blood Lake - Killerfische greifen an

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Ein Artikel von Jonathan Brown vom 06.07.2021

Willkommen bei What the Film, wo wir euch eher weniger bekannte Filme präsentieren und bewerten. Lohnt es sich, "Blood Lake" anzuschauen oder ist er eher ein Flop?
Ich ging mit dem Gefühl in den Film, dass dieser Film bestimmt lustig wird. Und das nicht nur, weil er als Action Horror Komödie angegeben wird, sondern alleine schon wegen dem Titel "Blood Lake - Killerfische greifen an". Das sorgt schon für den ein oder anderen Schmunzler. Bereits nach den ersten 2:30 (wohlgemerkt Minuten, nicht Stunden) lag ich lachend am Boden, weil ich nicht mehr konnte vor schlechter Story und schlechten Animationen. Doch wollen wir erstmal schauen, was der Film  an Story hergibt.

Blood Lake ist eine Action Horror Komödie von Regisseur James Cullen Bressack und erschien im Jahr 2014. Die Laufzeit beträgt rund 1 Stunde und 30 Minuten und kann somit einen Abend gut ausfüllen. Doch nun einmal die grobe Beschreibung der Story:

Inhalt:
Nach einer Dezimierung der Fischbestände im Lake Michigan macht sich eine Population an Neunaugen auf den Weg in einen kleineren Lake und frisst sich dort nun auch durch die Fischbestände. Als diese aufgebraucht sind, brauchen die hungrigen wurmartigen Fische mehr und greifen die Bürger der Stadt an. Der US-Wildlife Experte Mike Parker (Jason Brooks) ist gerade mit seiner Frau Cate (Shannen Doherty) und seinen Kindern Nicole (Ciara Hanna) und Kyle (Joosha Yar) in den Ort gezogen. Nicht nur die Killerfische, welche immer mehr Menschen attackieren und umbringen machen Mike Ärger, sondern auch der Bürgermeister Akermann (Christopher Lloyd), welcher nicht auf den Tourismus und die Einnahmen verzichten möchte und deswegen die Empfehlungen des Experten blockiert, bis dieser sich gezwungen sieht, die Presse selbstständig zu informieren und zu warnen. Alles beruht nun darauf, einen Plan zu finden, die Neunaugen zu dezimieren, bevor ihnen alle zum Opfer fallen. Dieser Plan gelingt schließlich, indem sie die Neunaugen durch ein Pheromon zu einem Kraftwerk locken und dort mit einem Stromschlag erlegen. Der Film endet damit, dass die Familie die Stadt wieder verlässt und in der Schlussszene - während der Familienwagen wegfährt - meldet sich ein überlebendes Neunauge, bevor der Bildschirm ins Schwarze übergeht. Was für ein schlauer Cliffhanger für eine (hoffentlich nicht existente) Fortsetzung.

Story-Check:
Muss ich eigentlich hier noch viel sagen? Schwimmende Killernudeln, die sich wie Blutegel an den Menschen festbeißen und angeblich - laut Film - bis zu 1,5m lang werden können. Ich meine, neben dem typischen klischeehaften Bürgermeister, der die Gefahr nicht sehen will, um die Einnahmen nicht zu verlieren, und dem heldenhaften Umweltbeamten, der direkt schon zu Beginn weiß, was Sache ist, aber nichts machen darf, so dass man eine Verbindung zu ihm aufbaut. Und dann natürlich noch die Teenie Liebe zwischen Nicole und dem Poolboy Alex. Typischer kann ein amerikanischer Film einfach nicht aussehen und sich anfühlen.

Technik-Check:
Oh bitte, die animierten Neunaugen und die Post Production. Bitte verschont mich, mir das wieder in den Kopf zu rufen, wie schrecklich diese gemacht wurden. Keinerlei Liebe fürs Detail, sondern einfach schnell und billig produzierte Neunaugen und billiges Kunstblut, welches einfach in Massen verschüttet wurde - und kein bisschen an richtiges Blut erinnert hat. Weder von der Farbe noch von der Konsistenz her. Diese ganzen technischen Elementare waren für nichts gut außer einem Lacher.

What the Film - Fazit:
Uff, wie soll ich es sagen. Nach dem letzten Film dachte ich schon, es geht nicht mehr, aber dann kommt irgendwo ein Blood Lake daher. Ich muss sagen, dass ich hier im Gegensatz zu Helix noch den Lachmoment hatte und somit nicht ganz verwirrt aus der Sache gegangen bin. Dazu eine lieblose deutsche Synchronisation und perfecto completo.

Story
★☆☆☆☆ (1/5 Sterne)
Technik
☆☆☆☆☆ (0/5 Sterne)
Schauspiel
★☆☆☆☆ (1/5 Sterne)
Gesamtnote
☆☆☆☆☆ (0,5/5 Sterne)

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