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Handlettering - Alte Kunst, neu entdeckt

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Ein Artikel von luca.keller vom 12.01.2021

Nachdem die Illustratorin Lisa Congdon mit ihrem Projekt „365 Days Of Hand Lettering“ für Furore sorgte, ist Handgeschriebenes in aller Auge und Munde. Tatsächlich ist Handlettering aber nichts Neues. Schon lange vor der Erfindung des Buchdrucks pflegten Gelehrte die Kunst der Kalligrafie. In Ostasien gedeiht dieses traditionsreiche Handwerk auch heute noch.

Japanische Kalligrafie

Mathias Huysmans, Unsplash

In der Ruhe liegt die Kraft

Mit zunehmender Globalisierung wird Handgemachtes immer populärer. Individualität statt Standard ist die neue Devise. Gerade weil es Zeit und Geduld in Anspruch nimmt. Wenn Du Dich darüber hinaus nach Ruhe und Achtsamkeit sehnst, ist Handlettering einfach die coolere Alternative zu den ewigen Mandalas!

Alphabet

Black Bones, Unsplash

Der Anfang ist der Anfang ist der...

Handlettering kann zuweilen einschüchternd wirken, aber tatsächlich kann es jeder Mensch lernen. Selbst mit einer Handschrift, die aussieht, als hätten Hühner etwas mit den Füßen in den Boden gescharrt, gibt es kein echtes Hindernis. Mit ein wenig Übung gelangst auch Du mit jedem Strich zum Erfolg.

Brush Lettering

Sofia Arrecis, Unsplash

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Zum Starten benötigst Du nicht viel. Grundsätzlich kannst Du Dich nämlich mit jedem Stift auf jedem Papier an die Handkunst wagen. Aber wenn Du Dich schon einer Herausforderung stellst, dann willst Du vermutlich auch, dass das Ergebnis sich entsprechend sehen lässt. Oder etwa nicht?

Aquarellfarben und Pinsel

Carissa Weiser, Unsplash

Stein, Schere, Stift, Papier

Für Anfänger sind sogenannte „Pinselstifte“ ideal zum Einstieg. Ihre Spitze ist flexibel genug, um schöne Unterschiede in der Strichstärke zu zaubern. Aber sie ist fest genug, wenn es der Hand noch an Kontrolle mangelt. Zu empfehlen sind die Dual-Pinselstifte des Herstellers Tombow*. Sie haben zwei Spitzen – eine harte, dünne Fasermalerspitze sowie eine weiche, breite „Pinselspitze“ – und kommen in einer schier unendlichen Anzahl von Farben daher.

Den Fortgeschrittenen sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Echte Pinsel, Federhalter, Aquarell, Tinte, metallische Farben, Mondstaub – erlaubt ist, was das Herz begehrt.

Bei der Wahl des Papiers sind für Anfänger Blöcke für Mixed-Media-Kunst* zu empfehlen. Sie sind gute Allrounder, die mit vielen Materialien zurecht kommen. Und sie sprengen nicht das Budget.

Für Brushpens ist glattes Papier – z.B.: DCP Kopierpapier von Clairefontaine* – optimal. Auf glatten Oberflächen „fransen“ die Buchstabenkanten nämlich deutlich weniger aus als auf strukturierten.

Die Wahl des Formats ist von der Größe der Stiftspitze abhängig. Je breiter die Spitze, desto größer sollte das Papier sein. So sind die „Dual Brush Pens“ von Tombow recht dick, was ein DIN-A5/DIN-A4 Format ratsam macht.

Weitere Helfer sind Bleistift, Radiergummi, Lineal und Deine Kreativität.

Pinselstifte von Tombow

Alysha Rosly, Unsplash

How To: Am liebsten arbeitet es sich unter Druck

Ganz im Ernst! Beim Handlettering ist es ganz entscheidend, den Druck variabel zu halten. Aber keine Panik, die Regeln dabei sind ganz einfach:

Bei Strichen, die Du nach oben führst, übst Du wenig Druck aus. Bei Strichen nach unten muss der Druck stärker werden. Die Übergänge von dick zu dünn sollten dabei in den Kurven bzw. Spitzen sein.

Tipps zum Handlettering

Tipp: Manchmal hilft es, den einzelnen Buchstaben nicht durchgehend zu formen, sondern das Schreibwerkzeug mehrmals an- und abzusetzen.

Und nicht vergessen – in der Langsamkeit liegt die Kunst! Du schreibst kein Diktat, sondern malst deine Buchstaben. Pinselstrich für Pinselstrich.

Tipps zum Handlettering

Und los gehts

Sollte auch Dich der Lettering-Hype gepackt haben, kannst Dir gerne unsere Übungsblätter kostenlos herunterladen und bequem zu Hause ausdrucken. Viel Spaß!

| Handlettering-Übungsblatt zum Download |

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